Department für Geographie
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Projektbeschreibung

Energieregionen liefern eine mögliche Antwort zum Klimaschutz. Ziel des Projekts ist die Transitionsdynamik in österreichischen Energieregionen zu verstehen und zu simulieren. Die Ergebnisse sind konkrete Empfehlungen zur Energiepolitik auf regionaler und nationaler Ebene für die Schaffung neuer und die Unterstützung existierender Energieregionen. Dabei entwickeln wir ein Simulationsmodell, das ein Energieflussmodell, welches die Entwicklung und das Potenzial für die Energieerzeugung auf regionaler Ebene betrachtet und ein Verhaltensmodell, das die Auswirkungen von Politik, sozialen Normen und Kultur auf die Entscheidungen bezüglich Investitionen und Energieverbrauch von Stakeholdern erfasst. Dieses Modell ist ein Prototyp eines integrierten System Dynamics - Agenten-basierten Modells, welches die Beobachtung der Systemevolution, die Beurteilung des Transitionsprozesses, Vergleiche von Transitionskonzepten sowie die Bewertung von politischen Maßnahmen ermöglicht. Die Ergebnisse sind konkrete politische Maßnahmenempfehlungen auf regionaler und nationaler Ebene.

Problemstellung

Energieregionen sind regionale Initiativen, die durch den Einsatz regionaler, erneuerbarer Ressourcen Energieautarkie und den Ausbau der Energieinfrastruktur für dezentrale Energieerzeugung anstreben. Studien über Energieregionen legen ihr Hauptaugenmerk auf technisch-operationelle Aspekte und informieren Entscheidungsträger über Optimierungsmöglichkeiten der Energieinfrastruktur. Allerdings haben diese Studien bislang die Dynamik der Transitionsprozesse und die Rolle politischer Maßnahmen, sozialer Normen und der Kultur in solchen Prozessen nicht berücksichtigt.

Ziele

Die Hauptziele dieses Projekts sind die Simulation der Transitionsdynamik in Energieregionen und die Ableitung von Politikempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung in Energieregionen. Insbesondere werden wir: 1. in zwei österreichischen Energieregionen die Dynamik der Transition von ihrer Gründung bis heute analysieren. 2. ein ganzheitliches Simulationsmodell der Transitionsdynamik in Energieregionen entwickeln, das unter anderem Wechselwirkungen und Rückkopplungen sowie die Auswirkung von Politiken auf das Verhalten von Individuen und den Transitionsprozess berücksichtigt. 3. Empfehlungen für eine Energiepolitik für Energieregionen ableiten.