Department für Geographie
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Holzzukunft oder Holzweg? Chancen, Barrieren und Kompromisse einer veränderten Nutzung von Holz als Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation


Fachgebiet: Geographische Gesellschaft-Umwelt-Forschung, Politische Geographie, Wirtschaftsgeographie
Gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Projektleitung: Winder, G
Projektwissenschaftler: Bobar, A.

Laufzeit: 06/2013 - 06/2017

Das Projekt ist im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes „Fit for Change“ (ForChange) auf vier Jahre angelegt. Entlang des Begriffs der Resilienz untersucht der interdisziplinäre Verbund gegenwärtige Veränderungsprozesse in ihren systemischen Wechselwirkungen. Vor dem Hintergrund sich verändernder sozioökonomischer und ökologischer Herausforderungen wie beispielsweise dem Klimawandel kommt sowohl dem Wald als auch dem Material Holz eine besondere Rolle zu.


Das Projekt „Holzzukunft oder Holzweg?“ widmet sich dabei der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine nachhaltige Holzverwendung einen Beitrag zur Resilienz und zu einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer klimaverträglichen Gesellschaft leisten kann. Hierbei wird vornehmlich von einer Holzkaskadennutzung, wie sie vom WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) empfohlenen wird, ausgegangen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die mit einer veränderten Holznutzung zusammenhängenden Chancen, Hindernisse und Kompromisse innerhalb von Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Technik.


Aus einem breiten geographischen Blickwinkel werden Verständnis, Erwartungen sowie Bestrebungen hinsichtlich einer nachhaltigen Holzverwendung, relevante Akteure, ihre Interessen und Verflechtungen, der Einfluss politisch-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie die sich ergebenden Wechselwirkungen analysiert. Der Freistaat Bayern dient hierbei als Untersuchungsgebiet. Neben quantitativen Einblicken in Holzmarkt und –handel werden insbesondere qualitative Aussagen zu Vereinbarkeit und Widersprüchlichkeit von Diskursen, Strukturen, Interessen und Praktiken in Bezug auf Wald und Holz gegeben.

 

Damit soll im Ergebnis das Potential einer mehrfachen Holzverwendung, vornehmlich in Form einer nachhaltigen Kaskadennutzung, und die damit einhergehende politische Legitimität und gesellschaftliche Akzeptanz eingeschätzt werden. Zudem werden diejenigen Werte und Haltungen sowie Strukturen und Praktiken identifiziert, die zum einen durch Wandel hervorgerufen werden und zum anderen zur gesellschaftlichen Anpassungsfähigkeit an eine Welt im Wandel beitragen können, sodass folglich Handlungsempfehlungen für gesellschaftliche Akteure formuliert werden.

 

 


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