Department für Geographie
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Das bayerische Handwerk im Fokus des Klimawandels - Chancen, Risiken, Strategien


Fachgebiet: Wirtschaftsgeographie
Gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Förderkennzeichen: TKPO1KPB-72092

Projektleitung: Schmude, J. , Dr. Michael Schneider, bifa Umweltinstitut GmbH
Projektwissenschaftler: Hans, CH. , Ruth Berkmüller, bifa Umweltinstitut GmbH

Laufzeit: 07/2017 - 02/2019

Der globale Klimawandel ist ein Querschnittsthema von außerordentlicher Dringlichkeit. Unumstritten ist, dass er erhebliche Folgen für unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft haben wird. Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht das Handwerk, das als „Kernstück der deutschen Wirtschaft“ gilt. Als selbstständige Erwerbstätigkeit im Bereich der Bearbeitung und Verarbeitung von Stoffen und der Erbringung von spezialisierten Leistungen für einen regionalen Absatzmarkt ist auch das Handwerk von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Einen Spezialfall stellt dabei die Organisationsform eines Handwerksbetriebes dar, in dem der Handwerks-Meister als Arbeitgeber, Kapitalgeber und Unternehmer in einer Person zu sehen ist. Die kleinbetrieblichen Strukturen zusammen mit einer hohen Standorttreue und einem hohen Beharrungsvermögen am Markt sind weitere Faktoren, die den Klimawandel als globalen Trend mit stark unterschiedlichen regionalen Auswirkungen zu einer besonderen Herausforderung für das Handwerk machen. Darüber hinaus sind es Aspekte wie Energieeinsparung und Ressourcenschonung, denen vor dem Hintergrund des Klimawandels besondere Bedeutung zukommen. Dabei spielt das Handwerk beispielsweise im Bereich der energetischen Gebäudesanierung, der erneuerbaren Energien oder in Bezug auf klimafreundliche Produkte und Produktionsprozesse eine besondere Rolle.

Chancen und Risiken für verschiedene Gewerke

Mit steigenden Temperaturen und einer Zunahme der Sommer- und Hitzetage wird die Vulnerabilität des Lebensmittelgewerbes stark ansteigen. Auch für das rohstoffverarbeitende Handwerk birgt der Klimawandel Risiken, da er sich auch auf die Eigenschaften verschiedener Werkstoffe auswirken könnte und so möglicherweise Probleme bei der Weiterverarbeitung entstehen. Besondere Chancen hingegen sind für Rollladen- und Jalousiebauer zu erwarten sowie für Installateure, Heizungs- und Kälteanlagenbauer, die vor dem Hintergrund des Klimawandels vor großen Herausforderungen stehen.

Projektdesign

In diesem Zusammenhang sollen in sechs bis acht Fallstudien gemeinsam mit Handwerksbetrieben aus besonders vulnerablen Bereichen branchenspezifische Chancen und Risiken analysiert werden. Die daraus abgeleitete Betroffenheit ist Basis für die Entwicklung von maßgeschneiderten Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Neu in dieser Studie wird sein, dass bis zu drei der teilnehmenden Handwerksbetriebe bei den ersten Umsetzungsschritten der Anpassungs­maßnahmen begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus wird der Lernerfolg in den teilnehmenden Betrieben mit Hilfe von Befragungen und Interviews erhoben.


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