Department für Geographie
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Standort und Bestandescharakterisierung - Methoden und Modelle zur integrativen Analyse der Eigenschaften von Standorten und Pflanzenbeständen für die Entscheidungsfindung bei Precision Farming


Fachgebiet: Fernerkundung, Geo-Informationssysteme, Modellierung, Pflanzenphysiologie, Vegetationsgeographie
Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung bmb+f

Projektleitung: , , Oppelt, N.
Projektwissenschaftler: , , Mauser, W.

Laufzeit: 01/2005 - 12/2007

Auch in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion beginnt sich die Informationstechnologie immer mehr durchzusetzen. Mit neuen Sensoren, Bordcomputern, elektronisch steuerbaren Bearbeitungsgeräten, genormten Technikschnittstellen sowie privat und öffentlich verfügbaren Datenbanken zu den Ackerschlägen in Deutschland werden die Voraussetzungen für eine umfassende informationsgeleitete Pflanzenproduktion geschaffen. Eine wesentliche technische Komponente dafür ist Precision Farming. Precision Farming ist ein Sammelbegriff für neue Produktions- und Managementtechniken im Pflanzenbau, die intensiv Daten über den jeweiligen Standort und Pflanzenbestand nutzen.

Mit den verfügbaren Techniken zu Precision Farming wird es möglich, einen teilflächenspezifischen, standortangepassten Pflanzenbau durchzuführen, der auch ökologische Belange berücksichtigt, dabei eine höhere Ressourceneffizienz aufweist und gleichzeitig zu einer Verbesserung des ökonomischen Betriebsergebnisses beiträgt. Durch die Bereitstellung von anspruchsvollen Aufgaben und attraktiven Arbeitsplätzen bei Landwirten und Dienstleistern kann die Technologie des Precision Farming eventuell auch zu einer Stärkung der ländlichen Räume beitragen. Darüber hinaus besitzt Precision Farming ein besonderes Potential, in einfacher Weise Informationen der Produktionsprozesse mit den vor- und nachgelagerten Teilen der Wertschöpfungskette Lebensmittel zu verknüpfen.

Aus einer Analyse des Forschungsbedarfs zu diesem komplexen Themenfeld wurden in der Projektvorbereitung Ziele für das transdisziplinäre Forschungsprojekt preagro II abgeleitet. Diese Ziele bestehen darin, Methoden, Konzepte und Werkzeuge zum Management einer Informationsgeleiteten Pflanzenproduktion zu entwickeln, diese in die Wertschöpfungskette Lebensmittelerzeugung zu integrieren sowie die dazu erforderlichen relevanten wissenschaftlichen Grundlagen zu identifizieren, zu erarbeiten sowie technische Schnittstellen und Standards zu schaffen. Zudem sind Methoden zu entwickeln, die eine Dokumentation der Qualität der Produktionsprozesse sowie eine integrierende, nachhaltigkeitsorientierte Analyse der Wirkungen des Precision Farming erlauben. Diese Ziele gelten dann als gut erreicht, wenn die Komplexität des Precision Farming auf eine für betriebliche Zwecke hohe Wirksamkeit und leichte Handhabbarkeit reduziert ist.

Die Informationsgeleitete Pflanzenproduktion ist somit eine konsequente Weiterentwicklung der sog. Guten fachlichen Praxis zur Pflanzenproduktion mit modernen Mitteln. Sie bietet Unterstützung für jede Bewirtschaftungsweise im Pflanzenbau und wird als wichtige Voraussetzung für die Entwicklung einer nachhaltigen agrarischen Landnutzung eingeschätzt.

Siehe auch www.preagro.de


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