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Personenprofil
Postadresse
Lehrstuhl für Geographie und geographische Fernerkundung
Luisenstraße 37
80333 München
Hausadresse
Luisenstraße 37
Dritter Stock
80333 München
Raum 422
Tel.: +49 (0) 89 / 2180 - 6677
Fax: +49 (0) 89 / 2180 - 17858
E-Mail: r.ludwig@lmu.de
Sprechzeiten
In der vorlesungsfreien Zeit findet die Sprechstunde grundsätzlich NUR NACH VEREINBARUNG statt.
Ich weise darauf hin, dass ich mich vom 01.04.2013 - 30.09.2013 im Forschungssemester befinde und in dieser Zeit nur eingeschränkt erreichbar sein werde. Die regelmäßige Sprechstunde entfällt in diesem Zeitraum und findet nur nach Vereinbarung statt. Bitte richten Sie entsprechende Terminanfragen per Email an mich. Die Betreuung von Abschlussarbeiten (Bachelor, Master) sowie die Prüfungsvorbereitung und -durchführung (Staatsexamen) ist selbstverständlich gewährleistet.
Weitere Informationen zur Person
Lehr - und Aufgabenbereiche
Schwerpunkte
Die Geoinformatik und die Fernerkundung liefern den Studierenden der Physischen Geographie bzw. Geo-/Landschaftsökologie neue und aussichtsreiche Qualifizierungsmöglichkeiten. In diesen Lehrbereichen stehen neben der Vermittlung methodischer Kenntnisse auch die Möglichkeiten zur Lehre eines verbesserten Prozessverständnisses in Raum und Zeit sowie vor allen Dingen den Interaktionen zwischen Mensch und Umwelt im Vordergrund. Sie bereichern damit die klassischen Elemente des Faches Geographie in besonderer Weise. Für die Studierenden aller Studiengänge ist die effektive Nutzung dieser Arbeitswerkzeuge in Zukunft von grundlegender Bedeutung.
Neben einer intensiven Ausbildung im methodischen Bereich, soll vor allen Dingen die praxisnahe Anwendung von Fernerkundung und GIS berufsvorbereitend vermittelt werden. Die synergetische Verknüpfung zu den klassischen Teildisziplinen der Geographie sowie dem Umweltmanagement ist dabei in hohem Maße erwünscht. Die Studierenden sollen zum frühest möglichen Zeitpunkt mit den Arbeitsweisen der Fernerkundung, Umweltmodellierung und Geoinformatik konfrontiert werden, um damit eine möglichst breite Basis zur späteren spezifischen Vertiefung bereit zu stellen. Dazu sind einführend in diesem Arbeitsfeld sowohl theoretische als auch anwendungsorientierte Vorlesungen erforderlich. Der Inhalt dieser Vorlesungen soll durch entsprechend angepasste Übungen begleitet werden, die den sicheren Umgang mit den jeweiligen Standard-Methoden und der Standard-Software zum Ziel haben. Dazu zählen auch Gelände- und Laborpraktika zur angeleiteten Erfassung (Messung) und Kartierung von Umweltinformationen.
Das Lehrkonzept ist eng mit dem Forschungskonzept eines integrativen Umweltmanagements verknüpft um den Studenten durch die Nähe zur aktuellen Forschung in der Physischen Geographie eine möglichst aktuelle Wissensbasis und damit eine gute Startposition für den Einstieg in die Berufswelt zu verschaffen. Die während der einführenden Veranstaltungen erworbenen Kenntnisse werden in Spezialvorlesungen vertieft. Hauptseminare sollen den Studierenden die Möglichkeit zur selbstständigen Erschließung und Präsentation aktueller Themen aus den Fachbereichen Physischer Geographie, Geo-/Landschaftsökologie und Geoinformatik ermöglichen; Projektseminare dienen der Vertiefung fachspezifischer Inhalte an ausgewählten aktuellen Beispielen. Gerade hier ist eine Zusammenarbeit mit den sozialwissenschaftlichen Aspekten der Geographie von besonderem Interesse. Übungen für Fortgeschrittene sollen Einblick in die hydrologische Modellierung, GIS-Programmierung und Methodenentwicklung in der Fernerkundung verschaffen. Gelände- und Laborarbeiten ergänzen die Studien mit der selbstständigen Analyse und Validierung von Umweltinformation.
Ein wesentlicher Aspekt der geographischen Ausbildung ist die Durchführung von Exkursionen zur Veranschaulichung räumlicher Zusammenhänge und zur intensiven Vertiefung theoretischen Wissens. Ein- bis viertägige Exkursionen mit landschaftsökologischem, hydrologischem, glaziologischem und geomorphologischem Schwerpunkt in die nähere Umgebung dienen der Vertiefung in den klassischen physisch-geographischen Teildisziplinen. Längere Exkursionen für Fortgeschrittene sollen im In- und Ausland zentrale Aspekte des integrativen Umweltmanagements und Umweltmonitorings vermitteln.
Forschungsschwerpunkte
Forschung
Die Fähigkeit zur Bewertung der Gestalt und Funktion von Mensch-Umweltsystemen verleiht der Geographie eine integrative Schlüsselrolle in zentralen Fragestellungen des Globalen Wandels. Die große Chance für geographische Forschung besteht dabei in der verbesserten Vernetzung und Interaktion von sozial- und naturwissenschaftlicher Kompetenz. Die Integration dieser beiden Aspekte bildet die Grundlage für eine effiziente, räumlich differenzierte und wechselwirkende Analyse von Prozessen an der Erdoberfläche.
Die essentielle und zunehmend bedrohte Ressource Wasser steht im Mittelpunkt der integrativen Umweltforschung und des integrativen Umweltmanagements. Sie verbindet in besonderem Maße naturwissenschaftliche Fragestellungen zur Menge, Verteilung und Beschaffenheit von Wasser mit sozialwissenschaftlichen Fragen zu Allokation, Verfügbarkeit und Nutzung.
Thema meiner Forschungsausrichtung ist die Entwicklung von integrativen Methoden zur räumlich verteilten und wechselwirkenden Analyse von Prozessen an der Erdoberfläche. Eine Verbesserung des Verständnisses räumlicher Interaktion durch prozessorientierte Modelle wird durch die Nutzung von modernen Monitoringtechniken (z.B. Fernerkundung) und Methoden zur Erfassung und Verarbeitung der Umweltinformation (z.B. GIS) ermöglicht.
Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit setze ich in der Methodenentwicklung im Bereich der prozessorientierten und flächendifferenzierten Umweltmodellierung mit Hilfe der Fernerkundung und GIS. Im Zentrum meines Forschungsinteresses stehen Fragestellungen des Global Change und seine Auswirkungen auf die Wasser- und Stoffumsätze in mesoskaligen Flusseinzugsgebieten. Die bidirektionale Kopplung von Klima- und Landoberflächenmodellen zur Beurteilung der spezifischen Wechselwirkungen stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Sie erfordert die Entwicklung geeigneter Skalierungsansätze, mit denen die Informationsveränderung bei Skalenübergängen quantifiziert und für die Regionalisierung von Modellansätzen bewertet werden kann.
Die Umsetzung der oben genannten Forschungsziele erfordert die weitergehende Operationalisierung der Fernerkundung in Umweltfragen auf der Basis neuer Satellitensysteme. Sensoren dieser Systeme (TerraSAR-X, PALSAR, ASAR, MERIS, MODIS, ASTER) möchte ich vorrangig zur multiskaligen Change Detection, Parameterableitung (Verbesserung durch Datenfusion) und Datenassimilierung in Landoberflächenmodelle einsetzen.
Regionale Schwerpunkte in der Forschung setze ich im Alpenraum, im Mittelmeerraum und in Nordamerika (v.a. Ostkanada).
Forschungsprojekte
CLIMB - Climate Induced Changes on the Hydrology in Mediterranean Basins - Reducing Uncertainty and Quantifying Risk (01.01.2010 - 31.12.2013) >> mehr
CLIMB - Climate Induced Changes on the Hydrology of Mediterranean
Basins (01.01.2010
- 31.12.2013) >> mehr
SmartRadar (01.07.2009 - 31.01.2010) >> mehr
ECOCHANGE - Assessment of Freshwater Ecosystems under Global Change (01.06.2009 - 31.05.2012) >> mehr
Q-BIC³ - Adapting Regional Watershed Management to Climate Change (01.06.2009 - 31.12.2011) >> mehr
NUNAVIK - Using Remote Sensing for the monitoring and modelling of snow cover dynamics and permafrost decline in Northern Quebec (01.04.2009 - 31.03.2012) >> mehr
Flashing Fields - Understanding Directionality in Surface Scattering by Imaging Radar (01.07.2008 - 31.01.2010) >> mehr
TRAIT - Tsunami Risks, Vulnerability and Resilience in the Phang-Nga Province, Thailand (01.10.2007 - 02.09.2010) >> mehr
RegioSAR - Regionalisierung von bodenphysikalischer Parameter mittels Geostatistik und multidimensionaler Radarfernerkundung (01.07.2007 - 30.09.2010) >> mehr
AgriSAR 2006 (01.04.2006 - 31.12.2007) >> mehr
InFerno: Integration von Fernerkundungsdaten in operationelle Wasserhaushalts- und Hochwasservorhersagemodelle (01.03.2001 - 01.12.2004) >> mehr
