Klimaklassifikation |
Genetische Klimaklassifikation |
Genetische Klimaklassifikationen
Sie leiten das Klima an einem Ort aus seiner Lage in der Globalen Zirkulation her. Die bekannteste genetische Klimaklassifikation wurde von FLOHN 1950 entwickelt und basiert auf den Erkenntnissen zur globalen Zirkulation.
Er geht von einem Idealkontinent aus. Man nimmt dabei an, daß die Landmassen nicht wie normal als Kontinente erscheinen, sondern eine Fläche bilden, die entlang jedes Breitenkreises eine Breite hat, die dem jeweiligen Landanteil auf diesem Breitenkreis entspricht. Man erhält dabei einen Kontinent, der aussieht, wie eine auf dem Kopf stehende Birne oder eine Rübe. Auf dieser Rübe soll kein Gebirge sein, um sie herum Meer. Das dicke Ende ist dabei naturgemäß auf der Nordhalbkugel, da dort die Landmasse dominiert.
Auf jeder Halbkugel gibt es nach FLOHN vier Zirkulationssysteme:
Gebiete, die ganzjährig in einer Zirkulationszone liegen haben ein beständiges Klima, an den Grenzen lösen sich halbjährig die beiden benachbarten Windsysteme ab. Damit entstehen zwischen den vier Hauptklimazonen drei alternierende Klimazonen:
Setzt man diese Zirkulationszonen meridional zusammen so ergeben sich folgende Klimazonen:
KG6-1: Die genetische Klimaklassifikation nach FLOHN auf der hypothetischen Klimarübe. Die unterschiedlichen Zirkulationsklimate sind nummeriert. Klima 6a bezeichnet den Sondertyp des Borealen Klimas innerhalb des Übergangsklimas der subpolaren Zone. Dieses Klima tritt nur auf der Nordhalbkugel auf. (aus LILJEQUIST, 1990)
KB6-1:
Räumliche Verteilung der Klassen der genetischen Klimaklassifikation nach FLOHN
Leiten Sie die Muster in Abb.KB5-24 aus Ihrem Wissen über die globale Zirkulation der Atmosphäre her.
Wenn man nicht in der Lage ist, die Muster in dieser Abbildung plausibel zu erklären, sollte man dringend nochmals zur Globalen Zirkulation loopen.