Ein paar Fragen zur Unterstützung der Vorbereitung

Aufbau und Zusammensetzung der Atmosphäre

Die Atmosphäre

Nahezu unveränderliche Anteile:
Stickstoff N2 75,53 Gew.% 78,08 Vol.%
Sauerstoff O2 23.14 Gew.% 20,95 Vol.%
Argon Ar 1,28 Gew.% 0,93 Vol.%

In veränderlichen Anteilen:
Kohlendioxid CO2 0,0314 Vol.%
Methan CH4 0,0002 Vol.%

Masse der Atmosphäre: 5 x 1015 t
Erde + Atmosphäre: 6 x 1021 t

Dabei liegen 95 % der Atmosphärenmasse unterhalb der Ozonschicht

Zur Statik der Atmosphäre

~ beschreibt zusammengefaßt alle Gewichtsauswirkungen der Lufthülle

(Bei Schwerkraft also Gewicht/Flächeneinheit)

Der Luftdruck kann angegeben werden in:
cm Quecksilbersäule [cm Hg]
Atmosphären: [atm]
Hektopascal : [hPa]
Millibar: [mb]

 

"Ein Körper erfährt in einer Flüssigkeit oder einem Gas einen Auftrieb, der genau dem Gewicht des von dem Körper verdrängten Volumens des Gases oder der Flüssigkeit entspricht"

Kinetische Gastheorie:

Moleküle eines Gases sind in ständiger ungeregelter Bewegung (Brown’sche Molekularbewegung), was zu ständigen Zusammenstößen und damit Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen, nicht aber zu einer Änderung der Gesamtsumme aller Bewegungsgrößen führt.

Die kinetische Energie eines Moleküls ergibt sich aus dessen Masse µ und seiner mittleren Geschwindigkeit v (Ekin = µ * v²/2) und ändert sich nur mit der Temperatur.

Erhöht man in einem gegebenen Luftvolumen die Temperatur, so erhöht sich die kinetische Energie der Moleküle und damit deren Stoßkraft
=> der Druck steigt

Eine Vegrößerung des Volumens bedeutet weniger Moleküle pro Volumeneinheit und damit eine Verringerung der St0ßanzahl pro Zeiteinheit
=>
der Druck fällt

Prinzip der Luftdruckmessung:

Quecksilberbarometer; das Gewicht der Quecksilbersäule im luftleeren Rohr entspricht dem Gewichr der Luftsäule über dem offenen Behälter

(Beachten Sie: für die Vergleichbarkeit von Luftdruckwerten muß der abgelesene Barometerstand erst auf 0°C reduziert werden; wegen der unterschiedlichen Schwerkraft repräsentiert eine gleich lange Hg-Säule am Pol einen höheren Luftdruck als am Äquator -- > Reduktion auf Normalschwere und NN)

Normaldruck liegt bei 760 mm Hg-Säule = 1013 mbar = 1013 hPa

(allgemein: 1 mm Hg-Saüle entspricht 1,333 mbar)

Hydrostatische Grundgleichung

Druckdiffernz zwischen zwei Meßniveaus entspricht dem Gewicht der Massen zwischen diesen Meßniveaus

Differentialform: -dp = -Dichte * g* *dh

dp = p1 –p2 = (h2 – h1) * S = dh * S
S = spez. Gewicht der Luft
g* = Schwerebeschleunigung

Angewendet auf das Barometerprinzip:13,6 * g* (p2 –p1) = g* * Dichte * Höhe H
=> Änderung der Länge der Quecksilbersäule besagt, daß das Gewicht des Quecksilbers dem Gewicht der Luft zwischen den Meßniveaus entspricht

Die Dichte eines Gases ändert sich mit der Temperatur und mit dem Druck

Nach Boyle-Mariotte-Gay-Lussac: Dichte = Druck P / ( Temperatur T * Materialkonstante R)

Der Luftdruck ist abhängig:

Barometrische Höhenformel:

~ mit ihr kann man auf Grund von Luftdruck- und Temperaturmessungen in verschiedenen Höhen der Atmosphäre die Höhendifferenz zwischen den Meßpunkten bestimmen

Das kann man auch einfacher ausdrücken: Ht = a * ln (p0/p), wobei die Proportionalitätskonstante a = RT/g


Anwendung der barometrischen Höhenformel

Konstruktion von Höhenluftdruckkarten

a) absolute Topographie: Topographie der Höhenlage bestimmter Flächen gleichen Luftdrucks

=> die absolute Topographie der 1000mb-Fläche gibt die Höhenlage dieser fest gewählten Isobarenfläche (Druckniveau) in Isohyp-sendarstellung bezogen auf das Meeresniveau und in der Maßeinheit dm wieder

b) relative Topographie: Isoliniendarstellung des Höhenabstandes zwischen zwei Hauptisobarenflächen

=> räumliche Darstellung der mittleren thermischen Bedingungen in der Luftmasse zwischen den beiden begrenzenden Hauptdruckniveaus

In Wetterberichten erfolgt die Angabe in geodynamischen Dekametern, also durch die Multiplikation mit dem Faktor 0,98.

Nächstes Kapitel: Strahlung


PD Dr. Karl Schneider
Institut für Geographie
Universität zu Köln
Update: 25.10.00