Department für Geographie
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Urbane Umweltethik am Rande der Stadt: Die Herstellung ethischer Bürgerinnen für Aucklands "blue backyard"


Fachgebiet: Geographische Gesellschaft-Umwelt-Forschung, Politische Geographie, Stadtgeographie, Wirtschaftsgeographie
Gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektleitung: Prof. Dr. Gordon Winder
Projektwissenschaftler: M.Sc. Marie Aschenbrenner

Laufzeit: 05/2018 - 04/2021
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Taking the marine spatial plan Sea Change - Tai Timu Tai Pari for Auckland published in 2016 as a starting point, the three-year research project deals with the urban ethics around Auckland’s marine area. The report and plan is the result of a four-year participatory planning process for the Hauraki Gulf, coordinated by a group of experts. It’s aim is to create a healthy, attractive and more economically productive gulf for which Sea Change not only proposes a spatial planning approach, but a new governance structure and code of conduct for the Gulf, backed by ethical statements and claims. It plans to connect future generations to the marine environment, and thus sets to work making urban ethical citizens for the ocean. At the same time the plan can be read as a re-mapping­ of the city. The report maps the city of Auckland in terms of its effects upon its edge environment, thus taking a view of the city from the water. It maps the land areas that drain into the marine area  visualizing ‘city’ and ‘backyard’ as integrated and in need of a responsible ethics of care.

The ethical statements, debates and discourses around the Hauraki Gulf and Sea Change are the focus of the research. The project aims to identify the ethical ocean citizens of a livable city, the ethical planning discourses that constitute them, the ethics of the planning professionals at work, and the contestation of this new constellation of urban ethics in Auckland relating urban ethics with political ecology. We will select case studies for analysis, and track the relevant planning processes and decision making to reveal the use and results of urban ethics.

The project is part of the second term of the interdisciplinary DFG research network "Urban Ethics. Conflicts over good and proper urban living in the 20th and 21st centuries".

Ausgehend von dem 2016 veröffentlichten Meeresraumplan „Sea Change – Tai Timu Tai Pari“ für den Hauraki Gulf in Auckland, Neuseeland, beschäftigt sich das auf drei Jahre angelegte Projekt mit den urbanen Ethiken rund um den ‚blauen Hinterhof’ (‚blue backyard’) Aucklands. Sea Change ist Ergebnis eines vierjährigen partizipativen Planungsprozesses  für den Hauraki Gulf, initiiert und koordiniert durch eine Gruppe von Experten. Um die Ziele eines ‚gesünderen’, attraktiveren und ökonomisch produktiveren Golfes zu erreichen, schlägt der Plan nicht nur raumplanerische Ansätze und eine veränderte Governance-Struktur vor, sondern einen neuen Verhaltenskodex, der durch ethische Aussagen und Aspekte untermauert wird. Die Ansprache der Verantwortung eines jeden Bürgers gegenüber des Golfes kann als Versuch interpretiert werden, Aucklands Bürger zu ethischen Bürgern für den ‚blauen Hinterhof’ ihrer Stadt zu machen. Gleichzeitig stellt der Plan eine Form des Remapping dar, indem er die Stadt Auckland hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Meeresraum kartiert und so eine neue, enge Verbindung zwischen ‚Stadt’ und ‚Hinterhof’ herstellt, was nicht zuletzt eine neue Ethik der Fürsorge (‚ethics of care’) betont.Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen die ethischen Debatten und Diskurse um den Hauraki Gulf und Sea Change. Dabei liegt ein Fokus auf der Rolle von Experten und der Frage, wie ethische Bezugnahmen Akteuren dazu dienen bestimmte (marine) Aktivitäten, aber auch die städtische Entwicklung am Rande der Stadt zu gestalten, beeinflussen und anzufechten. Das Projekt verbindet hierzu urbane Ethiken mit Ansätzen der politischen Ökologie und widmet sich in konkreten Fallstudien Fragen der ethics of care, ocean citizenship, Umweltethiken der Maori und Stadt-Hinterland-Beziehungen.

Das Projekt ist Teil der zweiten Laufzeit des interdisziplinären DFG-Forschungsverbundes „Urbane Ethiken. Konflikte um gute und richtige städtische Lebensführung im 20. und 21. Jahrhundert“. Hieraus ergeben sich gemeinsame Perspektivierungen (moralische Ökonomien, Techniken des Regierens, die ‚Gewalt’ von Ethiken (in Form von Konflikten) und Urbanität) zu denen das Projekt seinerseits beitragen soll.


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