Department für Geographie
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About Us

Wir betreiben qualifizierte wissenschaftliche Forschung und erbringen Beratungsleistungen für Unternehmen, Politik und öffentliche Verwaltung. Unsere Kernkompetenzen liegen in den nachfolgenden Forschungsbereichen.

Tourismusgeographie

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Tourismus ist von großer Interdisziplinarität gekennzeichnet. Gerade darin zeigt sich auch die Stärke der Tourismuswissenschaft, da wesentliche Erkenntnisgewinne insbesondere an den Schnittstellen der Forschung einzelner Disziplinen erzielt werden. Die (wirtschafts-)geographische Grundlage der Tourismusgeographie leistet dabei mit ihren theoretischen Modellen und Konzepten sowie den empirischen Befunden einen beachtlichen Beitrag, da die tourismuswirtschaftlichen Aktivitäten und Prozesse immer auch eine räumliche Dimension aufweisen. So hängen die Strukturen, Entwicklungen und Funktionsweisen der Tourismuswirtschaft nicht zuletzt von den räumlichen Unterschieden des ursprünglichen und abgeleiteten Angebots sowie den räumlich divergierenden Aktionsräumen der touristischen Leistungsträgern und Nachfragern ab. Auch die durch den Tourismus induzierten ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Wirkungen variieren vor dem Hintergrund der räumlichen Unterschiede auf verschiedenen räumlichen Aggregationsebenen (z.B. Reisegebiete) und Maßstabsebenen (lokal, regional, national, international, global). Neben der räumlichen Verortung stellt sich hierbei insbesondere die Frage, warum es zu einer Gleich- bzw. Ungleichverteilung von touristischen Aktivitäten kommt. Allgemein gesprochen ist für die Tourismusgeographie das räumliche „wo“, „wohin“ und „warum genau da bzw. dahin“ der Tourismusaktivitäten von Bedeutung.

Aus theoretischer Perspektive bedient sich die Tourismusgeographie eigener, fachspezifischer Erklärungsansätze, Modelle und Theorien und nimmt zudem solche der anderen beteiligten Disziplinen (z.B. Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften) auf. So werden unter anderem das Modell des Produktlebenszyklus oder die SWOT-Analyse angewandt, zum Teil auch in abgeänderter Form. Des Weiteren greift die Tourismusgeographie auf das breite Spektrum (wirtschafts-)geographischer Methoden – quantitativ sowie qualitativ – zurück.

Allgemeines Ziel der Tourismusgeographie ist es, auf Grundlage der theoretischen Überlegungen räumliche Verbreitungs- und Interaktionsmuster, die sich aus dem ökonomisch, soziokulturell und ökologisch verantwortlichen Denken und Handeln unterschiedlicher Akteure ergeben, zu erfassen, zu beschreiben, zu erklären und zu interpretieren. Aus den Interpretationen wiederum gilt es, praktikable Handlungsempfehlungen für verschiedene Akteure des Tourismusgeschehens abzuleiten.

Wirtschaftsgeographie

Unserer Forschung konzentriert sich darauf, wie Unternehmen, Verwaltung und Regierung auf kürzlich verkündete Nachhaltigkeitsziele und -politiken reagieren. Neue Governance-Praktiken und neue Unternehmensmanagement-Technologien verändern die Bedeutung von "Nachhaltigkeit" und führen zu neuen Dynamiken in Wirtschaftsräumen. Wir interessieren uns für Großkonzerne, kleine und mittelständische Unternehmen, Industrien, Cluster und alternative Wirtschaftsakteure. Regierungen in Deutschland verstärken ihr Clustermanagement, um neue politische Ziele zu erreichen, wie z. B. die Steigerung der Bio- und regionalen Lebensmittelproduktion oder die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Die Regierungen entwickeln auch regionsspezifische Policies, die darauf abzielen, Resilienz aufzubauen oder sich an den Klimawandel anzupassen. Sie bezeichnen zudem neue Branchen und Wirtschaftszweige. Unternehmen entwickeln ihre Corporate-Social-Responsibility-Praktiken und entwickeln Strategien, um klimaneutral zu werden. Die Erholung von und der Wiederaufbau nach Krisen ist ein weiteres Thema unserer Forschung. Unser Ziel ist es, die Reaktionen von Unternehmen und lokalen Verwaltungen auf politische Initiativen zu identifizieren und die daraus resultierenden ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen zu erfassen. Wie transformieren diese Policies und Reaktionen die Regionen und verändern die Wirtschaftsräume?


In der Forschung verwenden wir etablierte, wirtschaftsgeographische Konzeptualisierungen wie Innovation, Clusterentwicklung, Produktionsnetzwerke und nachhaltiges Ressourcenmanagement, integrieren diese aber mit neueren Konzepten wie Transformationspfade. Dabei stehen die Akteure vor zahlreichen Herausforderungen, wie Unsicherheit, Risiken, Wettbewerbsdruck, neue Kostenstrukturen, Nachfolgefragen und die Aufgabe, gleichzeitig neue Technologien, Informationen und Netzwerke zu managen.


Um die Chancen, Barrieren und Reaktionen der Akteure zu erfassen, nutzen wir verschiedene qualitative und quantitative Methoden. Unser Team arbeitet auf verschiedenen Skalen und in unterschiedlichen Branchen, von der Automobilindustrie über Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft bis hin zum Tourismus und dem Einzelhandel. Viele unserer Studenten und Forschungsprojekte sind in transdisziplinäre Projekte eingebettet. Unser Team erforscht diese Themen in unterschiedlichen Regionen. Während sich ein Großteil unserer Forschung auf München, Bayern und Deutschland konzentriert, haben wir in den letzten Jahren auch Transformationsprozesse in Frankreich, der Karibik, Israel, Neuseeland, Polen und den USA aus wirtschaftsgeographischen Standpunkten erforscht. Wir also von den Alpen bis zu hin zu den Küstenregionen tätig.

 

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