Department für Geographie
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Lehrstuhl für Geographie und Landschaftsökologie

Lehr- und Forschungseinheit für Geographie und Landschaftsökologie

Landschaftsökologie wird als Synthesedisziplin innerhalb der Physischen Geographie verstanden. Sie beschäftigt sich mit den kausalen und funktionalen Wechselbeziehungen innerhalb und zwischen den natur- und nutzungsbedingten Landschaftskomponenten (Gestein, Klima, Relief, Wasser, Boden, Bios, Mensch), die in Landschaftsökosystemen zusammenwirken. Schwerpunkte sind die Analyse und Bewertung von Strukturen und Prozessen in der Landschaft, die immer in räumlicher Perspektive betrachtet werden, sowie deren Modellierung mit dem Ziel einer Prognose. Im Mittelpunkt der inhaltlichen Arbeiten stehen derzeit Untersuchungen zum Stofftransport und Stoffhaushalt in den Teilsystemen Boden und Wasser (einschl. Gletscher), Fragen des nachhaltigen Naturressourcen- und Naturrisiko-Managements sowie des Naturschutzes.

Die regionalen Schwerpunkte in der Hochgebirgsforschung und der Glaziologie liegen in den Alpen und den asiatischen Gebirgen. Die Geomorphologie  ist ein weiteres Forschungsfeld. Es werden landschaftsbildende Prozesse und die entstehenden Oberflächenformen qualitativ und quantitativ in unterschiedlichen Erdräumen untersucht. Besonders der angewandten Prozessforschung kommt im Rahmen von Naturgefahren (z.B. Massenbewegungen im Hochgebirge oder Verwitterungsprozesse in Trockengebieten) eine wichtige Rolle zu.

Die Forschungsgebiete in den Trockengebieten liegen in der Sahara und in Vorderasien. In diesem Zusammenhang spielt auch die Interaktion zwischen Mensch und Umwelt eine große Rolle (z.B. Desertifikation). Schließlich werden am Lehrstuhl aktuelle Forschungen zur Verwitterung und zur Bodenbildung in den Nördlichen Kalkalpen durchgeführt. Die Untersuchungsgebiete liegen im Wetterstein- und Karwendelgebirge sowie in den Berchtesgadener Alpen und in den Österreichischen Kalkhochalpen. Hier ist der Eintrag von Flugstäuben aus den Zentralalpen und der Sahara in die Hochgebirgsböden der Kalkalpen und seine Wirkung auf die Vegetationsformationen und Artenzusammensetzung von Bedeutung.